4.03.18 14:57 Alter: 111 days
Kategorie: rc-awr

Peter Hoffmann auf der Streif - Uphill per pedes!

Am 24.Februar wagte Peter wieder einen kurzen Ausflug in die Berglaufszene, das Motto und Namen des Bewerbes "Vertical up" - die Abfahrtspiste "Streif" in Kitzbühel nicht hinunter sondern - hinauf!


Peter läßt uns an seinem Erlebnis teilhaben:

Start um 18h30 Uhr im Zielbereich des Hahnenkamm Weltcup Skirennen. Einzige Bedingung - Helmpflicht und Stirnlampe. Ansonsten keine Auflagen.

Alle laufen los als wäre das Rennen schon beim Zielsprung aus. Doch es geht dann doch noch gut 3km und 830HM weiter (insgesamt 3,312km und 860HM, zum Teil 85% steil).
Aber leider bald ein Stau in der Traverse. Und hier spielen sich gewisse Dramen ab, wenn Leute wieder abrutschen und damit viele Höhenmeter verlieren. Der Stau ist etwas nervig, weil man den Rhythmus verliert und auch immer aufpassen muss, dass keiner vor einem abrutscht und einen mitreißt. Aber, es ist alles gut gegangen, die Hausbergkante ist geschafft und es geht weiter Richtung Seidlalm, alte Schneise und Gschöß.
Ich habe bewusst nicht Vollgas gegeben, bin die wenigen flachen Stücke nicht gelaufen und hab´s einfach genossen, dabei zu sein.
Der Steilhang ist dann  eine Herausforderung, steil, eisig aber relativ gut  zu gehen. Mit Steighilfen “Snowline Chainsen Ketten” an den Laufschuhen, die halten wirklich unglaublich. Auch das einsetzen von Walkingstöcken helfen einem beim Weiterkommen.
Die sind dann auch in der Mausefalle gefragt. Hier dann der nächste Stau, wieder ging nichts weiter. Nach etwas Warten bin ich dann ausgeschert und bin eine eigene Spur raufgegangen. Kostet ein bissl Überwindung und Kraft, ging aber gut.
Der Zielhang - beim Skifahren der Start - ist dann  wirklich etwas ganz Besonderes. Jede Menge Zuschauer peitschen die Teilnehmer ins Ziel, auch hier habe ich aber nicht alles rausgeholt, sondern bewusst die Atmosphäre genossen.
Es war herrlich und der Zieleinlauf ist sowieso speziell. Die Gesichter der anderen Teilnehmer, Glückwünsche und Gratulationen. Jeder ist froh und stolz im Ziel zu sein und es geschafft zu haben. Ein Wahnsinnsgefühl.

Auch wenn ich im ersten Moment mit der Zeit nicht zufrieden war, 1h 01min, habe mir 50 Minuten vorgenommen. Es war mir aber schnell klar, dass  ich keinerlei Erfahrung hatte, was mich erwartet.
Diese Art von Lauf kann man in unserer Region Wien auch nicht trainieren. Sollte man durch die vorher erwähnten “Staus” nicht aufgehalten werden, 50 Minuten Laufzeit wären durchaus erreichbar. Alles in allem war’s “a moards Gaudi” und bekanntlich ist ja das Berglaufen eine gute Alternative zum Radl-fahrn.

Ja und da gibt’s ja noch hoffentlich ein “Vertical up” in Kitzbühel, im nächstes Jahr. Schau ma mal.