Kraftwerkscross in der Donaustadt powered by SCHRACK

Nach knapp zwei Monaten mehr oder weniger intensiver Vorbereitungsarbeiten war es am 17. Dezember endlich so weit. Der Arbö-Wienenergie Röhsler&Co veranstaltete mit großzügiger Unterstützung der Firma Schrack Technik GmbH seinen ersten offiziellen Radcross!!

Natürlich kamen uns dabei unsere Erfahrungen der Cyclocross-Rennen in Hornstein zugute, die wir nun schon seit vielen Jahren durchführen. Trotzdem war der diesjährige Bewerb im Gelände des Kraftwerks Donaustadt ein ganz anderes Kaliber, standen wir doch in der Auslage der österreichischen Radcross-Szene.

Allein vier Stunden benötigten die vielen Helfer am Vortag um einen würdigen Kurs in die Landschaft des Kraftwerks zu zaubern.  – drei Rehe beobachteten scheu unsere Arbeiten, etwas rigoroser waren da schon die werkseigenen Wildschweine, die Teile des Kurses in der Nacht umgruben und so den Fahrern am nächsten Tag zusätzliche Technikeinlagen bescherten. Wobei erwähnt werden muss, dass dieser Kurs den kraftvolleren Fahren entgegen kam – kaum ein Meter auf dem man sich „ausruhen“ konnte.

Pünktlich um 10.30h schickten dann Österreichs Radsportstimme – Walter Ameshofer – die Nachwuchsfahrer auf die Strecke. Diese absolvierten unter den strengen Augen der Eltern bzw. Betreuer ein Rennen über 4 Runden auf verkürzter Strecke. Stefan Kovar vom Wr. Sport-Club setzte sich bald nach Rennbeginn von seinen Gegner ab und distanzierte mit seiner Solofahrt den zweitplatzierten Luca Werani um 26 Sekunden. Platz drei belegte um Rennen der Klasse U17 der Innsbrucker Paul Buschek.

Rennen Nummer zwei dann über die volle Distanz von 2,3km. Hier war neben der Elite der Frauen und der Kategorie Junioren auch alle starken Masterfahrer am Start, ging es doch zusätzlich um die Wiener Meisterschaftsmedaillen. Trotzdem hieß es diesmal Jugend vor Alter – Michael Holland (Naturfreunde Wilhelmsburg) fuhr einen ungefährdeten Soloritt an der Spitze des Feldes,  gefolgt von einem wirklich sehenswerten Duell zwischen Michael Pechhacker und Stephan Stindl. Dieses  konnte der erstgenannte auf der Ziellinie knapp für sich entscheiden. Stindl hingegen (der im kommenden Jahr für das Veranstalterteam am Start steht)  blieb zum Trost der Wiener Meistertitel der Kat. Master 1.

Bei den Damen gewann Silke Mair nahezu unangefochten vor Tentje Beekhuis und Sophie Schober. Die zweit-und Drittplatzierte fuhren ebenfalls  jeweils ein starkes Rennen, aber gegen Mair war an diesem Tag kein Lorbeer zu holen, konnte ja diese sogar in der Spitze der Männergruppe mithalten. Eine großartige Leistung der für Arbö Felbermayr Wels startenden Fahrerin!

Abschließend dann das Rennen der Elite/U23-Fahrer mit vielen bekannten Namen der österreichischen „Quer-Szene“. 11 Fahrer kamen mit unglaublicher Geschwindigkeit aus der ersten Runde zurück, erst im zweiten Renndrittel konnten sich U23 Fahrer Felix Ritzinger, Philipp Heigl und Manfred Zöger ein wenig absetzen. Nach und nach konnte Ritzinger (Sportunion Bikestore.cc), angefeuert von nun bereits vielen Zusehern,  auch seine beiden Konkurrenten auf Distanz halten und sicherte sich mit einem Schnitt von 22km/h den Tagessieg vor Heigl und Zöger.

Fachmännisch wurde im Laufe der Veranstaltung von den Zusehern bei Punsch und Würstel über die gebotenen Leistungen diskutiert. Den Wiener Meistertitel der Elitefahrer errang Christoph Mick (Donau Fritzi Racing), der Landesmeistertitel der U23 entsprechend auch an Felix Ritzinger.

Auch das Veranstalterteam ging nicht leer aus  -vier(!) Meisterschaftsmedaillen sprechen für die Gesamtstärke des Teams!

Die Leistungen im Einzelnen:
Bernhard Artenjak fuhr im Hauptbewerb ein aufopferndes Rennen und konnte sich trotz schlechter Startposition stetig nach vorne arbeiten und belegte schlussendlich Platz 22 was gleichbedeutend mit der Bronzemedaille bei den Wr. Landesmeisterschaften der Amateure war. Ein Design-Preis ging auch an sein Velo, welches farblich einen wirklich tollen optisch-stylischen Look hinterlässt. Selbst vom Platzsprecher kam ein anerkennendes Nicken….

Richard Rettegi lieferte ebenfalls einmal mehr eine starke Performance und belegt im Master-Feld den guten 9. Platz – somit Platz drei der Meisterschaften. Die Goldmedaille bekommt er allerdings von uns für seinen unglaublichen Einsatz im Vorfeld der Veranstaltung! Eine absolute Spitzenleistung!

In der Masterklasse 2 holte Manfred Rappolt, trotz einem Defekt in der Schlußrunde, nach sehenswertem Rennen die Silbermedaille. Einzig die Wahl seines Reifenklebers müsste er künftig überdenken, möglicherweise handelte es sich hierbei um dasselbe Produkt, dass auch schon bei der ersten Briefwahl zur österr. Präsidentschaft im Einsatz war. Manfred konnte den Defekt aber dank seiner Routine beheben, ein spannender Zielspring ging ihm dadurch aber leider durch die Lappen.

Dass Routinier Peter Goluszka immer wieder für Medaillen gut ist, bewies er an diesem Tag einmal mehr. Auf Grund zu weniger Starter in der Klasse Master 4 startete er in der Kat. 3, was ihn nicht daran hinderte, dort Bronze zu holen. Chapeau lieber Peter!

Kostas Bouzas schnupperte erstmals Luft im Elite-Rennen und konnte hier den unverwüstlichen Crosser Manfred Kargl hinter sich lassen.
Walter Divis, eben erst von einer Verletzung genesen, verhinderte erfolgreich den Sieg im Kampf um die rote Laterne und ist scheinbar am Weg zurück zur alten Leistungsstärke.

Einzig unser lieber Pepi Meyer nahm das Wort „Kraftkurs“ ein wenig zu Ernst, zerstörte er doch mit „Ebendieser“ bei einem heftigen Antritt die Antriebskette eines  Herstellers aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Unser ausdrücklicher Dank ergeht an dieser Stelle nochmals  die Firma SCHRACK-Technik, die uns mit ihrer Unterstützung dieses Sportevent  ermöglichte und die interessierten Teilnehmer im Zuge der Siegerehrung mit einer sehr aufwendigen und übersichtlichen Produktplatzierung überraschte!!

Weiters an alle Teilnehmer und ihre sportlichen Leistungen sowie das fairer Verhalten in allen Bewerben!

Und natürlich an die vielen unermüdlichen Helfer des ARBÖ WIENENERGIE RÖHSLER&CO die mit vollem Einsatz einmal mehr unter Beweis stellen konnte, wie echtes Teamwork funktioniert.

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